Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

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do-se
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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon do-se » Di 1. Nov 2016, 19:25

:traenenlach: :traenenlach: :traenenlach:
Bei mir hat es auch nicht gleich Klick gemacht.
:spitze:
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Hier gibt es unsere selbstgebastelten Smileys
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UweF
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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon UweF » Mi 2. Nov 2016, 12:27

:traenenlach: :traenenlach: :traenenlach: :spitze:

Mir ist da gleich ein Satz aus der ZDv (Zentrale Dienstvorschrift der Bundeswehr) eingefallen: Ab einer Wassertiefe von 1,20 m hat der Soldat selbstständig mit Schwimmbewegungen zu beginnen. :kicher:
VG Uwe
Ich brauch keinen Alkohol um peinlich zu sein, das krieg ich auch so hin!

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bingo
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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon bingo » Sa 12. Nov 2016, 09:02

Die Bäume verlieren ihre Blätter, weil es wird Winter. Ich nehme in dieser Zeit immer einen Regenschirm mit nach draußen, weil es könnte jederzeit regnen. Und manchmal könnte ich heulen, weil es ist nicht nur die Jahreszeit, die mich trübsinnig macht.

Kein Mensch würde so schreiben. Warum nur sprechen dann viele Menschen so? Eigentlich sollte alle Welt so sprechen wie sie schreibt.

Der Weg des geringsten Widerstands wäre: wir machen eine Ausnahme von der Regel und schreiben in Zukunft so wie viele sprechen! Aber sofort wirft das eine Menge von Fragen auf. Müssen wir dann nicht einen Doppelpunkt nach weil setzen? Können wir die gestiegene Nachfrage nach Doppelpunkten überhaupt befriedigen? Wie funktioniert eigentlich ein gesprochener Doppelpunkt? Sollten wir vielleicht den Doppelpunkt ganz weglassen und das Komma vor weil gleich mit?

Fragen über Fragen also, und währenddessen erhalten wir bereits einen überregionalen Hinweis, weil: Doppelpunkte fallen bereits vom Himmel.

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Suma
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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon Suma » Sa 12. Nov 2016, 17:23

…weil es wird Winter – ist grammatikalisch leider falsch. Muss es hier doch heißen:

weil es tut Winter werden tun.

Btw. wusstet ihr eigentlich schon:
Der gemeine Doppelpunkt an sich, steht bei seinen Interpunktionskollegen hoch im Kurs, weil er zwar ein Doppeldasein für sich beanspruchen darf – sich aber platzsparend übereinander ansiedelt.
Er ist ein scheuer Geselle, der immer mal wieder neidisch auf den Punkt schielt; ist es doch sein Traum auch einmal hinter dem letzten Wort zu stehen. Dies wird ihm aber seit Menschengedenken verwehrt.
Vielleicht ist das ja der Grund, warum er sich gern zwischen Zahlen tummelt. :think:

Ich habe mir jedenfalls schnell ein paar von den "vomHimmelgefallenen" genommen - man weiß ja nie wann die mal knapp werden :::::::::::::::::::::::::
Gruß aus dem hohen Norden
Suma :D

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bingo
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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon bingo » Do 13. Apr 2017, 10:17

Sätze brauchen einen Zwischenstopp, aber …

Interpunktion ist Glückssache, auch nach der sogenannten Rechtschreibreform, deren Koryphäen einst den Anspruch angemeldet hatten, alles klarer und einfacher zu machen. Es ist zum Verzweifeln – man weiß es häufig einfach nicht so richtig: soll man, soll man nicht, wohin damit, lieber Komma oder Gedankenstrich oder Doppelpunkt oder Semikolon? Läßt man also Zwischenstopps im Zweifel besser ganz weg?

Genauso falsch liegt aber auch, wer des Guten zu viel tut, und zum Beispiel durch ein Komma, das an sich harmlos und nützlich ist, das hehre Dichterwort auf einen Kalauer reduziert (und Friedrich Schiller möge mir das Beispiel verzeihen). Durch folgende Worte versucht Wilhelm Tell den verzagten Fährmann zu einer edlen Tat zu begeistern – und tut sie dann schließlich doch selbst

Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt,
vertrau' auf Gott und rette den Bedrängten.


Und das macht der Kalauer daraus

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Der Bär hat sich heftig gesträubt; denn er wollte nicht auf dieses Bild. „Verballhornung! Nich‘ mit mir! Kann’ste alleine machen!“ hat er verächtlich geschnaubt. Aber er ist nun mal Mitglied meiner Fünften Kolonne und war gerade greifbar …

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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon eibauoma » Fr 14. Apr 2017, 16:16

Oh bingo - so ein verrutschtes Komma kann schon Schaden anrichten :ohnmacht:
Ein verrutschter Punkt soll auch nicht besser sein:

Der brave Mann denkt an sich selbst.
Zuletzt vertrau' auf Gott und rette den Bedrängten.


Wen soll ich denn nun wirklich retten :verschwind: :nixsagen:

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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon Alias Grace » Fr 14. Apr 2017, 16:51

was für eine geniale umsetzung, Bingo. :gewonnen:
http://gimp-werkstatt.de/werkstatt-gale ... /index.php - meine werkstatt-galerie
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Lg, Maren

meine Fotos/bilder dürfen ernsthaft kritisiert oder humorvoll verrissen werden - allerdings ohne Garantie auf Einsicht ;)) Bild-bearbeitung/verbesserung: gern gesehen :)

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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon bingo » Sa 15. Apr 2017, 08:01

eibauoma hat geschrieben: ... Wen soll ich denn nun wirklich retten?

Das ist in der Tat die entscheidende Frage: ist im Forum überhaupt noch jemand zu retten? :roll:

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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon UweF » So 16. Apr 2017, 12:46

Ach was, so ein Komma verändert doch fast nichts..... :kicher:

Komm, wir essen Opa.
Komm, wir essen, Opa.
VG Uwe
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Re: Natürlich unglaublich / unglaublich natürlich?

Beitragvon bingo » Di 18. Apr 2017, 18:55

Jägerlatein
Ursprünglich wollte ich mich noch einmal mit der Rechtschreibreformkommission zergeln, die sich seinerzeit zwar mit ziemlich allen Themen befaßt hatte, jedoch mit dem einen, dem wirklich brisanten nicht, nämlich der Groß- und Kleinschreibung. Inzwischen dürfte klar sein, was ich vom Ergebnis der Reform halte. Dennoch möchte ich die Kommission loben, daß sie vom Thema „Groß/Klein“ die Finger gelassen hat, weil es doch manchmal einen großen Unterschied ausmachen kann, ob der erste Buchstabe eines Wortes groß oder klein geschrieben ist.

Und dann ist mir mein Vorhaben aus dem Ruder gelaufen – nicht nur deswegen ist es gut, daß es ein Osterfest gibt!. Aber Spaß hat’s gemacht und das nicht zu knapp! Aber der Reihe nach.

Zwei Genossen
Von alters her sind wir an die Erfahrung gewohnt, daß es ein großer Trost ist, in der Not einen Genossen zu haben. Unsere beiden Jäger bilden da keine Ausnahme und selbst ihre Hunde richten sich nach Herrchen.
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Zuviel genossen
Sitzt man mal länger in der Eiche,
dann wünscht man, daß die Kälte weiche.
Dagegen, meint man, hülfe wohl
bestimmt ein Schlückchen Alkohol.
Derweil in des Gesäßes Tasche
steckt die gefüllte Wärmeflasche.
So hat schon mancher der Genossen
der Schlucke viel zu viel genossen.

Doch wahr ist und das gilt für immer:
was schlimmer kommen kann, kommt schlimmer.
Die Wölfe habe keine Eile,
sie warten gern noch eine Weile.
Denn mit Gewißheit gilt das Eine –
die Schwerkraft wirkt von ganz alleine.
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Ausgeblendet:
Die Eiche ist aus der Zeit, als ich noch versucht habe, mit Bleistift auf Papier zu zeichnen. Solche Scans bilden, wie ich finde, einen schönen, moderaten Hintergrund für die farbige Geschichte, die sich im Vordergrund abspielt. Die Vorlage für die Zeichnung stammt aus dem Bildband „Deutschlands alte Bäume“, 3. Auflage, S. 110, ISBN 3-405-16107-x. Es ist die Eiche vom Emmertshof im Winter, eine Stieleiche (quercus robur) und lockere 400-600 Jahre alt!

Und die Wölfe, was ist mit den Wölfen, bingo? Die konnte ich natürlich nicht aus der Lamäng zeichnen (noch nicht?), sondern habe hier Vorlagen benötigt. Sie sind aus dem Bildband „Der Wolf“, dt. Ausgabe, ISBN 978-1-4054-7925-7. Für denjenigen, der Wölfe mag, ist das Buch eine Fundgrube in Bild und Wort – für unseren Schäfer in Bachheim wohl nicht so ganz das richtige Geschenk zu Weihnachten. Es handelt vom nordamerikanischen Wolf, zugegebenermaßen etwas attraktiver als der europäische, aber derselbe Charakter – Wolf bleibt eben Wolf, das sei euch Schafen mal hinter die Ohren geschrieben. Im Übrigen sind alle meine Wölfe Unikate, individuell ausgesucht, gruppiert und abgemalt, Strich für Strich also „handgeschmiedet“.

Eine Sünde muß ich beichten – ein wichtiges Element auf dem zweiten Bild ist Raubkunst! Jeder hat natürlich sofort erkannt, daß es sich bei der oben zitierten „Wärmeflasche“ um eine Taschenflasche handelt, die der Jäger gern morgens um 3 Uhr mit klammen Fingern aus der Gesäßtasche holt, um sich aufzuwärmen. Die habe ich aus dem reichhaltigen Internet-Angebot ohne zu bezahlen kopiert – den Schnaps mußte ich allerdings noch einfüllen, weil keiner drin war.


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