Autor: PiOnEeR erstellt
am: 27.01.2007
[F ] Wie man Gegenstände zum
Glänzen bringt
So, hier kommt das gewünschte Tut zu meinem Februar-Werkstattbild....
ich zeige euch, wie man selbst gebastelte Gegenstände zum Glänzen
bringt.
Ich erwähne nicht alle Einstellungen, die ich vornehme, da die
Arbeit eher frei ist und da je nach Farben die angewendet werden,
andere Parameter gelten, die später gebraucht werden.
Obwohl es auch ein Anfänger schaffen könnte, hab ich das wegen der
Länge mal zu den Forgeschrittenen getan.
Lasst es euch schmecken :wink:
1. Wir öffnen ein neues
Bild,
Grösse je nach
Bildschirm (bei mir haben 600x650 bei 100% Grösse gerade gut
Platz...).
2. Nun wird eine
neue Ebene erstellt.
Das was ich jetzt erkläre kann
jeder nach seinem Geschmack etwas abändern, da ab jetzt vorallem
das eigene Auge eine Rolle spielt.
Ich setze auf diese erste Ebene durch eine Handskizze den
Plan meines Gegenstandes,
den ich versilbern, vergolden oder verwasauchimmern will. Es spielt
keine Rolle, ob ihr den Gegenstand gut hinbekommt, es sollte
lediglich das Grundgerüst vorhanden sein. (Ihr könnt diesen Schritt
auch auslassen wenn ihr ein besseres Gedächtnis habt als
ich
Ich rate euch auf jeden Fall, ein
nicht
zu kompliziertes Motiv zu nehmen,
sonst wird das Ganze aufwändiger und auch schwieriger.
3. Wenn ihr diesen Teil
erledigt habt (oder genau wisst welchen Gegenstand ihr verwandeln
möchtet) werden nun nacheinander die verschiedenen Teilstücke des
Objekts (bei mir soll es einen Pokal geben) in verschiedenen
Grautönen "nachgebaut". Das funktioniert wie folgt: Ich mache
auf jeweils einer neuen
Ebene den Stiel, den Becher, die dunkle Innenseite des
Bechers, den Fuss und die drei Dekorationselemente oder Wülste.
Sind also insgesamt sieben Ebenen... tönt nach viel Arbeit, ist
dafür aber relativ einfach:
3.1. Auf einer
neuen Ebene wird die Form des Stiels
nachkonstruiert; ich verwende dazu einfach das
Rechtecktool (

). Die Auswahl wird mit einem
Verlauf (Hellgrau zu einem
dunkleren Grau; welche Töne das genau sind, spielt nicht so eine
grosse Rolle. Es sollte keinen zu grossen aber auch keinen zu
kleinen Kontrast geben.) gefüllt. Je nach dem wo das Licht auf
eurem Bild herkommen soll, müsst ihr die hellste Stelle
dementsprechend platzieren. Nehmt für diesen Teil die
Verlaufsform "Bi-Linear".
3.2. Wiederum
neue Ebene, nächstes Stück; jetzt
kommt
der Becher: Wählt wieder die Form, diesmal mit dem
Ellipsentool (

). Füllt die Auswahl wieder mit
einem
Grauverlauf (ihr
könnt bei den Grautönen immer etwas varieren), diesmal jedoch mit
der
Form "Kreisförmig",
wobei der hellste Punkt später die Glanzstelle wird und deshalb auf
der Lichtseite liegen sollte. Im Moment ignorieren wir die
Tatsache, dass wir noch eine ganze Ellipse haben und nicht einen
schön geformten Becher :wink: .
3.3. Jetzt ist der
Innenteil des Bechers an der Reihe. Wiederum erfolgt die
Auswahl durch das
Ellipsenwerkzeug (

) -
neue
Ebene nicht vergessen! - diesmal
verwenden wir jedoch
zwei dunklere
Grautöne (ist ja schliesslich dunkel in nem Becher *gg* ).
Zieht die Auswahl so, dass die neue Ellipse
etwas Abstand zum äusseren Becherteil
hat:
Beim Füllen mit dem Verlauf (immer noch
kreisförmig - das bleibt auch bei
den
restlichen Teilen so :wink: ) müsst ihr jedoch darauf achten, den
hellsten Punkt auf die eigentliche Schattenseite hinzumachen....
Ich zeige das am besten kurz:
Nun wählt ihr die
Auswahl aus
dieser Ebene nochmals,
vergrössert
sie um einige Pixel (hier
kommts auf eure Bildgrösse drauf an, die Auwahl sollte mit dem Rand
des Bechers etwa zusammenfallen, aber auf keinen Fall kleiner
sein).
Invertiert die Auswahl und
radiert ( :radiergummi: :wink: ) den oberen Teil des Bechers
(nicht des Innenteils!) aus.
3.4. Die restlichen Teile
werden wie der Becher in
3.2.
gemacht (viel Spass, hierzu sag
ich nix mehr *gg*) Nun sollte euer Bild etwa so aussehen (ich habe
die Ebenen noch in die
richtige
Reihenfolge gebracht, so dass auch das zuvorderst ist, was
vorne hingehört :wink: ):
Mein Ebenendialog sieht folgendermassen aus (ordnet euren
gleich):
3.5. Wenn ihr die gleiche
Reihenfolge habt, überschneiden die untere und die mittlere Wulst
noch Teile des Stiels, die sie nicht überschneiden sollten. Dem
schaffen wir Abhilfe, indem wir
das
Überflüssige einfach wegradieren oder per
Ebenenmaske wegmalen (nehmt einfach das Ellipsentool, wenn
ihr keine ruhige Hand habt). Schaut euch dazu das Bild
weiter unten an, es klärt vermutlich Unklarheiten.
3.6. Jetzt kommen noch die
Schatten und die Highlights.
Zu den Schatten: Ich erstelle eine
neue
Ebene und schiebe diese unter die
Becherbene. Anschliessend wähle ich die
Auswahl aus der Becherebene und
fülle
sie auf der neuen Ebene mit Schwarz. Dann wird die
Auswahl aufgehoben und die Ebene mit
dem
Gauss weichegezeichnet
(ich wähle einen Wert von 15). Alles was über den darunterliegenden
Teil des Pokals (in diesem Fall die oberste Wulst) ragt, wird
weggeschnitten, also
Auswahl
aus der Ebene mit der obersten Wulst, invertieren und dann auf der
Schattenebene ausschneiden. Das macht ihr auch mit den
übrigen Teilen.
Anschliessend sieht der Pokal etwa so aus:
(Ich habe bei der mittleren und
oberen Wulst jeweils den oberen Teil des Schattens abgeschnitten,
weil der sonst übersteht. Ausserdem habe ich die Skizzenebene
entfernt.)
Die
Highlights werden mit
Weiss gesetzt. Ich erkläre nicht, wie ich diese gemacht habe, da
die Vorgehensweise in eine ähnliche Richtung geht, wie die beim
Schatten.
Die weissen, flächigeren Highlights habe ich von Hand gemalt und
etwas weichgezeichnet. Wenn das Weiss zu dominant ist, wird einfach
die Deckkraft etwas heruntergesetzt.
Mein Pokal sieht jetzt so aus:
So, nun haben wir den grössten Teil erledigt
Jetzt wollen wir das Teil noch zum Glänzen bringen! Also, weiter im
Text:
4. Vergewissert euch
zuerst, ob keines der Highlights oder der Schatten
über die Grundform eures Gegenstandes
hinausguckt (am einfachsten ist es, wenn man kurz die weisse
Grundebene schwarz färbt, um überstehendes Weiss zu sehen
)
Dann werden die Ebenen (bis auf die Hintergrundebene)
zusammengefügt, so dass ihr das
Objekt
auf einer einzigen Ebene
habt.
5. Jetzt kommts: Mit der
angewählten Ebene mit dem Gegenstand, wählt ihr "Farben =>
Kurven" (in Gimp 2.2 geht ihr über "Ebene => Farben =>
Kurven"!) und schiebt solange an der Kurve, bis euch das Ergebnis
einigermassen gefällt. Dabei können auch durchaus komische Kurven
entstehen, meine sieht z.B. so aus:
Und der Pokal so:
Wem das Ergebnis noch nicht passt, der geht einfach nochmals über
die Kurven *g*
Nun kann man den Gegenstand noch
einfärben
wenn man möchte ("Farbe =>
Einfärben" in Gimp 2.3 und "Ebene => Farben => Einfärben" in
Gimp 2.2).

Fertig
Ich hoffe das Tut hilft
etwas.
Falls ich noch was verbessern soll, etwas nicht funktioniert, oder
andere Fragen auftauchen, nur her damit
Gruss PiOnEeR